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Serpentine

Die Dachstein Südwand zu durchklettern stand schon lange auf meiner To Do-Liste. Vergangenen Montag war es dann soweit und wir kletterten die 26 Seillängen der Serpentine.20180910_074206 20180910_092424 20180910_094955 20180910_103642 20180910_110240 20180910_161535 20180910_172841

Hantillio

Als ich vor Jahren nach einem Klettertrip in die Rocklands meiner Oma begeistert von diesem fremden Land und den unendlichen Klettermöglichkeiten dort erzählte, hörte sie mir zwar interessiert zu, aber nachvollziehen konnte sie meine Reise- und Abenteuerlust nicht ganz. Nach meinem Bericht nickte sie verständnisvoll und meinte dazu: „Ja… aber daheim ist es ja doch am schönsten!“. Und so begeistert ich von jedem meiner Kletterurlaube meist bin – ganz unrecht hatte sie nicht. Denn daheim steht der Felsen, der mich von klein auf in den Bann gezogen hat. Der mich jedes Mal wieder auf´s Neue begeistert, den ich stundenlang vom Balkon aus nach neuen Linien absuche und an dem ich jedes Klettergebiet messe: Die Drachenwand. Mit 15 Jahren begann ich dort zu klettern und bis heute kehre ich regelmäßig gerne dorthin zurück. Mit den Jahren konnte ich eine Tour nach der anderen klettern – bis schlussendlich noch 2 Projekte übrig blieben. Fotos von Klem Loskot in der Route „Hantillio“ faszinierten mich schon vor 10 Jahren und so begann ich, mir die Route genauer anzusehen. 10 Jahre, über 100 Versuche in der Route – und den Schlüsselzug nur 5 mal geschafft. Nicht allzu vielversprechend wenn man bedenkt, dass davor noch ein 8c-Einstieg wartet… Und doch konnte ich mir die Tour nicht aus dem Kopf schlagen, immer und immer wieder powerte ich mich dort auch. Stundenlanges Herumtüfteln in der Crux, gezieltes Training und großer Wille führten schlussendlich zum Ziel: Ende August 2018 konnte ich endlich den Umlenker klippen! Die Freunde ist groß – und zum Glück gibt es ja noch den „Vakuumgeist“, der vielleicht die nächsten 10 Jahre lang meine Ausflüge zur Drachenwand rechtfertigt…

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Schwedischer Granit

Nur die wenigsten bei uns wissen viel über Schweden. Noch weniger waren selbst schon einmal dort. Wenn nicht gerade der Skandal, dass die schwedischen Köttbüllar nicht in Schweden erfunden wurden, in den Medien ist, verhält sich das Land eher unauffällig. Neben Ikea, Windrädern und roten Häusern hat das Land aber noch viel mehr zu bieten und sollte vor allem von Kletterern intensiver begutachtet werden.

Unser Trip startet an der Westküste, wo ab Göteborg das Felsparadies beginnt – Bouldern und Sportklettern ist hier innerhalb der Stadtgrenze möglich und wir legen gleich mit Keilen und Friends in Utby los. Das zuvor eingeredete Vertrauen in die mobilen Sicherungsgeräte verflüchtigt sich spätestens bei der ersten Nähmaschine – so schön, dieses Tradklettern!

Eine gute Autostunde nördliche davon, im Distrikt Bohuslän, wird die Dichte an roten Granitfelsen zwar höher, die Anzahl der Bolts aber spärlicher. Die Felsen sind meist nur eine Seillänge hoch und man klettert fast ausschließlich an selbst gelegten Sicherungen. Freunde schwerer Klettereien kommen hier genau so auf ihre Kosten, wie Genusskletterer und dank der oft kurzen, ebenen Zustiege und kinderfreundlichen Wandfüßen kann man auch die Kleinsten mit an den Fels nehmen.

Wenn man schon nicht beim Klettern einen kühlen Kopf bewahren kann, erreicht man dies durch einen Sprung in einen der unzähligen Fjords, die sich teilweise direkt neben den Felsen befinden. Sollte der in jedem Supermarkt erhältliche Proteinpudding mal nicht die Kraftreserven auffüllen, so lässt sich die Zeit mit dem schwedischen Volkssport – dem Kaffeetrinken – verbringen. Hier gibt es sogar in den Kirchen Bereiche, die nicht nur aussehen wie ein Kaffeehaus, sondern in denen tatsächlich Kaffee erhältlich ist!

Einer der wenigen Felsen, die Bolts enthalten, ist die Granitgrottan – eine sehr steile Höhle, die der volle Kontrast zu den anderen Gebieten ist. Knieklemmer nach Knieklemmer nach Knieklemmer ist hier die Devise.

Nachdem wir schon mal in Schweden sind und auch Boulderbegeisterung in uns tragen, besuchen wir noch gleich Västervik an der Ostküste. Bekannt wurde dieses Gebiet durch den Boulder `The Hourglas‘ – ein recht steiler 8b, der sich allerdings bei sommerlichen 30 Grad keine Begehung abnehmen lies. Bei diesen Temperaturen half nicht mal das Klettern in der Unterhose. Ansonsten ein recht abwechslungsreiches Gebiet mit vielen verschiedenen Gesteinsarten, das aber besser nicht im Hochsommer besucht wird.

Viereinhalb Wochen verbrachten wir in Summe im Land der Elche, doch angefühlt hat es sich wie eine. Durch die abwechslungsreiche Kletterei (Sport- und Gearklettern sowie Bouldern), das perfekt abgestimmte Erholungsprogramm (baden im Meer, Kaffeegenuss in Massen) und die entspannte Atmosphäre (Schweden sind einfach ein sympathisches Volk) verging die Zeit wie im Flug.

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Irgendwo wird scho nu wos einipassn I Ragardsdal

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Wieso mog i kana Bolts klippn? I Utby

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Kneebars are the new heelhooks – hot scho da Graham gsogt I Granitgrottan

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I bouldert a I Ulorna

 

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A Riss ohne Strick I Häller

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Bilderbuchverschneidung I Ulorna

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Do is jo doch wos zum Trainieren

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Glei hot des Fiachtn a End I Björneklava

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Große Badewanne I Ulorna

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Mei erster Apfi

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Gonz sche oleidig I Gröna Väggen

Abschied

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Father and Son I Björnblocket

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Jawoi

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Gonz sche steil I Gröna Väggen

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I’m the friend I Galgeberget

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Fjallbacka

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Restday I Fjallbacka

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I wü wieda krein geh I Galgeberget

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Aufbruch

Oviraptor

Oviraptor… schon ein seltsamer Name für eine Route, sofern man aus dem Kindesalter heraus ist und die Dinosaurierobsession hinter sich gelassen hat. Der Hinweis, dass sich hinter dem Namen noch mehr verbirgt, bringt schließlich die Erkenntnis: Oviraptor = Eierdieb

Als Eier bezeichnen wir Kletterer die Routen, die einem nicht sofort gelingen, sondern die einen längere Zeit beschäftigen. Genau nach diesen Eiern sucht man. Und hat man ein solches gefunden, so liegt der Focus liegt ganz bei dem Projekt – bis es kein Projekt mehr ist. Tägliches Wetterchecken um perfekte Bedingungen zu haben gehört dann genau so dazu wie die genaue Planung der Trainings- und Rasttage und auch das ständiges Hingleiten der Gedanken an die Schlüsselsequenzen oder den kniffeligen Ausstiegszug lässt sich nicht vermeiden. Schließlich ist es dann so weit: Einstiegszüge locker klettern ohne zu viel Körperspannung zu verschwenden, unguten Klipper hinter sich bringen, auf Vollgas umschalten, Hook rein, Seitgriff zudrücken und mit viel Gefühl aber doch schnell die entscheidende Leiste treffen. Spannung beibehalten, auf den runden Tritten rumeiern und den Schnapper in den guten Riss nicht nochmal verhauen. Dann nur noch oben raus und im angepumpten Zustand den kleinen Knüppler halten. Letzte Woche ist der Plan dann aufgegangen und nun gibt es ein Projekt weniger.

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Ostertrip Arco

Wohin soll die Reise gehen? Das fast stündliche Abchecken des Wetters macht die Lage nicht besser – unsere Favoriten für den Oster-Bouldertrip, Fontainebleau und Tessin, scheinen dem schlechten Wetter zum Opfer zu fallen.

Dann eben die Seilkletteralternative, aber wo? Wenn´s im Norden nicht geht, dann halt ab in den Süden. Hier drängt sich der Klassiker Arco förmlich auf – viele Routen mit abwechslungsreicher Kletterei, gepaart mit mildem Klima und kulinarischen Genüssen. Neben den alten Gebieten Massone und Nago, die noch immer mit den besten Routen in den gemäßigten Graden aufwarten, schauten wir uns auch einige neue Gebiete an, in denen steile Sinterkletterei vorherrscht.

Für Jonathan war es der erste Trip und er hat das Klettererdasein sichtlich genossen. Am Tagesrythmus mit Standheizung aufdrehen (10°C im Bus waren Pflicht), frühstücken, am Fels rumhängen, viel Essen und viel Schlafen hat er recht schnell seine Freude gefunden. Komischerweise war sein Highlight des Trips aber der Thermenbesuch in Meran…

Kurz zusammengefasst – das Gesamtpakte Arco hat seinen guten Ruf nicht unverdient!

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Sit lives – leider noch immer ein Projekt von mir

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Sit lives – leider noch immer ein Projekt von mir

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Sit lives – leider noch immer ein Projekt von mir

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Training, Training und nochmal Training

Meine Seite würde wohl nicht Klettertraining Mondsee heissen, würde mich das Training nicht interessieren. Durch den Abschluss des Instruktors Sportklettern Leistungssport wurde mein Wissen über Training aufgefrischt und nochmals gewaltig erweitert.

Nun wird brav nach Plan trainiert – GLA und Muskelaufbauphase sind schon abgeschlossen. Nun ist die jahrelang favorisierte Maximalkraftphase dran. Einarmige Klimmzüge, Leistenhängen, Campus, bockharte Züge an der Boulderwand und alles was sonst noch dazugehört.IMG_20171226_130457091 DSC02360 IMG_20180107_160528639IMG_20171227_131445

Rocktober

Der Herbst ist eindeutig meine liebste Jahreszeit. Dieses Jahr mit viiieeel Klettern am Fels und etwas Mountainbiken.

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Kreizweg I Dürrnberg

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Neues Projekt

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Lake view am Wolfgangsee

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Dürrnberg

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Nebelbank unter dem Plombergstein

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Morgendlicher Hike in den Mondseer Bergen

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Biketour Eisenau

Wasserkarturm und Dambergerturm

Bei dieser Tour blieben die Kletterschuhe im Rucksack und der Magnesiumbeutel im Auto. Anstatt gebohrten oder geschlagenen Haken legten wir Bandschlingen um Felsköpfe, steckten Knoten in Risse oder verzichteten komplett auf eine Sicherung.

Wenn ich das nächste Mal im Gosaukamm unterwegs bin, kann ich getrost zu diesen beiden Türmen hochsehen und mich freuen, dass ich diesen weiten Weg nicht mehr machen muss.

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Boulderwochenende Totes Gebirge

Schlechtwetter, Freizeitstress, Badezimmerrenovierung,… für richtige Outdoor-Wochenenden blieb in den letzten Monaten leider nicht oft Zeit. Doch nun haben wir es endlich wieder geschafft, lang geplante Vorhaben in die Tat umzusetzen. Gleich nach dem erfolgreichen Wochenende im Elbsandstein ging es mit Claudia und Hari ins Tote Gebirge.

Dort wurde in schönster Umgebung in der Sonne gechillt, gebouldert und der Salzofen bestiegen. Auch Kasnocken in der besten Jagdhütte überhaupt haben nicht gefehlt.18952760_10210360556306562_5218131049881680286_n

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